BEFUGNISSE DES VERKÄUFERS. VERTRAGSSTRAFEN

A) WARENABNAHME

  1. Wenn der Käufer die Ware aus Gründen, die nicht mit dem Verkäufer zusammenhängen, nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abholt, ist der Käufer verpflichtet, die in der Proformarechnung angegebenen Kosten und sonstigen Gebühren einschließlich Mehrwertsteuer, einschließlich aller staatlichen und öffentlichen Gebühren, sowie Transport, Lagerung , Versand und  Verpackung zu zahlen, als ob die Ware in Übereinstimmung mit dem Auftrag geliefert wurde.   
  2. Wird die Ware nicht innerhalb von 3 Tagen nach dem vereinbarten Eingangsdatum nachgefragt, wird für die Lagerung bei der Firma des Verkäufers eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 10,00 PLN (2.50 Euro) für jede Palette für jeden begonnenen Arbeitstag erhoben. 

 

B) ZAHLUNG DER GEBÜHREN

  1. Wenn die durch Proformarechnungstellung erhaltene Zahlung nicht rechtzeitig erfolgt ist, sowie nach Ablauf der Frist für die Erbringung der gebotenen Garantien oder Zahlungssicherheit, hat der Verkäufer das Recht:

       a) vom Vertrag abgehen ohne vorher zusätzliche Anfragen an den Käufer zu senden.

       b) die Ware an einem beliebigen Ort auf Gefahr und Kosten des Käufers lagern,

       c) die Ausführung des Auftrages bis zur Zahlung überfälliger Zahlungen auszusetzen, was zu einer entsprechenden Verlängerung der Lieferung oder Erbringung der Dienstleistung führt,

      d) einseitige Bestimmung der Voraussetzungen für die sofortige Rückzahlung etwaiger Schulden aus den dem Käufer ausgestellten Proformarechnungen,

       e) Verzugszinsen in Höhe des für den Vertrag festgestellten effektiven Zinssatzes für verspätete Zahlung, Ausstellung und Zusendung einer Zinsbestätigung an den Käufer,

      f)  die Verhängung einer Vertragsstrafe in Höhe von 50% (fünfzig Prozent) des Bruttopreises aus einer

     Proformarechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer. 

Die Verwendung einer der oben genannten Berechtigungen schließt die Verwendung der anderen oben genannten nicht aus.

  1. Wenn ein Insolvenzverfahren gegen den Käufer eingeleitet wird, oder der Verkäufer Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Käufers hat, hat der Verkäufer das Recht:   

       a) sofortige Zahlung aller Schulden, unabhängig von ihrem Zeitpunkt der Zahlung, zu verlangen; 

       b) alle nicht realisierten Lieferungen auszusetzen und weitere Lieferungen auszusetzen, bis die Zahlung für alle bestellten / gekauften Waren / Dienstleistungen eingegangen ist.